kein_avatar Geschrieben am 01.06.2018 17:06:14
Betreff: Anforderungen an Kategorien
Kürzlich wurde durch Michael Frenzel eine Kinderbahn eingestellt und von Jürgen Ziesche (16.5.) kommentiert. Nach Durcharbeiten diverser Kinderbahnen in den einschlägigen Foren und internationalen Webseiten bis zur IOF-Dokumentation dazu und die in unseren WKB zum Thema Kinderbahnen vorgegebenen Kriterien ergibt sich etliches an Fragen, die wir vielleicht gemeinsam auch auf Grund dieser Erkenntnisse diskutieren sollten.

Kinderbahnen einfach oder schwer?

Da neben den beiden zitierten "Vielreisenden" in Sachen OL bekanntermassen auch ich ziemlich oft international unterwegs bin und dabei mir immer speziell auch gern Kinderbahnen neben den Elitekursen zu Gemüte führe, habe ich nach OL-Erlebnissen u.a. in China, Russland (inkl. früherer Sowjetunion), dem Baltikum, USA, Kanada, England, Schottland, Wales, Israel, Australien, Neuseeland und ganz Skandinavien zusammenfassend resümieren können, dass es tatsächlich gewaltige Unterschiede bei den Herausforderungen gibt. Interessanterweise jedoch sind vielfach gerade bei Nationen mit recht schwierigen Postenstandorten im Kinderbereich dann die internationalen Ergebnisse im Elitebereich, zu denen ja von den Kindern her eine Entwicklung aufbauend stattfinden sollte, recht mau. Z.B. sind Bahnen in Israel immer schwierig, da selbst für die sog. "einfachen" die Posten für alle Kategorien genutzt werden. Und wo finden wir unsere islaelischen OL-Freunde dann in internationalen Eliteergebnissen? Ähnlich ist es mit Irland, dort bin ich zwar (leider) noch nicht gestartet - aber nach dieser gezeigten Bahn müssten die Kids ja absolute "Spezies" sein...
Etwas anders ist es in den Ländern, die ihren Kindern leistungsgerechte Bahnen im Level "A" (für bereits "erfahrene), "B" (fortgeschrittene Anfänger) oder "C" (absolute Einsteiger) anbieten. Dort sind dann auch internationale Spitzenergebnisse zu verzeichnen - auch durch Nichtskandinavier wie Russland oder dem Baltikum oder auch Neuseeland.
Klar - das verlangt natürlich von Ausrichtern auch noch mitunter Extrabahnen "zu basteln" auf die Gefahr hin, dass die Teilnehmergrößem dann doch sehr dünn sind. Aber: Diese Kinder (und auch erwachse "Beginner"winking smiley bleiben eher bei der "Stange", als Kinder, die heulend dann irgendwo im Wald herumstehen und von Passanten (meistens zum Glück OL-Kartenkundige Aktive) "gerettet" werden. Mit ziemlicher Garantie werden diese Kinder kaum länger sich dem OL widmen, selbst wenn deren "Erzeuger" sog. "Alteingesessene" in Sachen OL sind.
Unsere WKB bieten für die Nutzung von A- und B-Bahnen ausreichend Möglichkeiten. Und psychologisch ist es m.E. Unsinn, bessere Kinder dann eben statt gegen ihresgleichen in z.B. H 12 in H 14 starten zu lassen. Dort sind sie in den meisten Fällen dann überfordert. warum also nicht die Aufteilung in H 12 A und H 12 B? Ranglisten, Meisterschaften? Mensch, Leute - das ist doch für Kinder in diesem Alter völlige Nebensache, die leben doch sportlich gesehen für genau diesen einen Moment und zeigen stolz eine "H 12 B" -Medaille herum, wie es nicht mal in der Elite efolgt.
Lasst und einfach mal darüber diskutieren...

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