Regionale Herbstsaison eröffnet

Geschrieben von Bernd Wollenberg am 11.09.2017
VorschaubildVorschaubildEinen gelungenen Start in die kurze Herbstsaison konnten die knapp 160 Teilnehmer dieses erst fünften Wertungslaufers der diesjährigen Rangliste der „Nordostregion“ (NOR) Deutschlands erleben. Das mit viel Fingerspitzengefühl fürs Detail durch Mirko Schütze aufgenommene und kartierte Gelände bot durch vorrangig seine Bahnlegung eine sehr gute Vorbereitung auf die Deutschen Einzelmeisterschaften in zwei Wochen in Tampe bei Eberswalde, ist doch die Geländestruktur recht ähnlich – und wird sicherlich in ähnlicher Form auch dort die Bahnlegung bestimmen. Danke also an die Potsdamer Orientierer für diese Vorbereitung.
Sicherlich wird dort allerdings, dank auch des erfahrenen TD´s Ludwig Genderjahn, wohl das vereinzelt und leider „Potsdam typische versenken von Posten“ in kleine Senken (Symbol Nr. , lt. WKB , Punkt B 7.2.10, letzter Satz) wegfallen. Die „Faustregel“, beim Erreichen des Postenkreises den Posten oder das Objekt zu erkennen, wurde also leider nicht eingehalten.Vorschaubild Erschwerend kam hinzu, dass speziell Posten Nr. 236 so zum „Bingoposten“ verkam – schade. Aber wie eingangs erwähnt, insgesamt waren sehr gute Routen gesetzt: Häufige Richtungswechsel, unterschiedliche Laufpassagen, fast durchweg am Relief gesetzte Posten forderten in dem schnellen Geläuf ein Höchstmaß an Konzentration und Kondition und zwang dadurch auch zu ständigen Tempowechseln, um fehlerfrei zu laufen. Und ohne deshalb, wie vielfach zu beobachten, ein Zuviel an Posten zu setzen, verstanden es die Mannen um Mirko und VorschaubildTeamchef Gerhard Plötz, das von zahlreichen Wegen, Schneisen und Pfaden durchzogene Wettkampfgebiet für diesen OL so zu nutzen, dass selbst bei den Beginnerstrecken immer wieder diese erlassen werden mussten – bei den Bahnen der gestandenen Orientierer wurde das fast gänzlich ausgeschaltet.
Natürlich gibt es auch immer wieder die sog. „kleinen Geschichten“ rund um einen OL. So auch diesmal. Ein noch junges OL-Pärchen läuft seit wohl etwas über einem Jahr mit wachsender Begeisterung (und immer noch als Volkssport sich deklarierend) bei unseren kleinen Regional-OL mit. Gleich seit ihrem ersten OL trafen sie sich unterwegs – und das seitdem immer, obwohlVorschaubild sie unterschiedliche Beginnerbahnen laufen. Und auch gleich am Beginn dieser noch jungen OL-Karriere fand er einen Tennisball und gab ihn seiner Freundin unterwegs mit, weil er noch etwas weiter laufen musste. Seitdem betreiben sie dieses „interne Familenspiel“ bei bislang jedem OL – und so auch diesmal: Der Tennisball wird unterwegs an den Partner übergeben. Quasi ein „Staffel-OL“ mit „Staffelball“. Vielleicht sollten wir bei unseren Team-OL ähnliches einführen – Übergabe eines „Staffelstabes“ – jedoch ohne dass die Teammitglieder gegenseitig ihre Bahnen kennen? Wär doch auch interessant, wer denn da siegen würde, oder?
Von anderen OL´ern wird berichtet, dass sie den zahlreichen (mindestens genauso viele wie aktive OL´er im Wald waren) Pilzesammlern doch glatt deren „Beute“ vor ihren Augen „wegschnappten“…, zumindest einige hatten im Ziel nach Kängeruhart einen Beutel voller Pilze dabei. Selbst der Sieger der H 12, Artur Templiner (Berliner TSC) zog aus seiner Hosentasche Vorschaubildeinen dicken fetten Pilz heraus, wie man so laufen kann – mir unerklärlich!
Ein letzter Satz zur Namensgebung dieses OL. Wieder einmal hatte der OLV Potsdam zum Gedenk-OL an seinen Gründungsvater eingeladen – und leider wieder einmal war vom Anlass der Namensgebung, nämlich des Erinnerns an Otto, nichts so richtig zu sehen. Schade, denn selbst ein kleine „Erinnerungswand“ – aufgestellt im WKZ – hätte den vielen jüngeren Teilnehmern sicherlich nähergebracht, warum dieser Lauf so heißt.


Ergebnisse www.ol-in-Berlin.de; www.olvpotsdam.de

Fotos: Mirko Schütze, Bernd Wollenberg

Text: Bernd Wollenberg
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